Pickup artist

Pickup artist

Wie Pickup Artists arbeiten

Der Pickup-Artist (PUA) ist ein Mann, der das Ansprechen und Erobern von Frauen zu seinem Ziel gemacht hat. Das heißt, der Pickup Artist lebt dafür, zu einer Frau zu schlendern, die er nicht kennt und mit ihr ein Gespräch zu beginnen, dass er dann in eine romantische Richtung lenkt. Allerdings ist in der Pickup-Kunst das erfolgreiche Reden mit einer attraktiven Schönheit viel komplizierter, als nur “hallo” zu sagen. Es gibt eine bestimmte Reihenfolge von Vorgehensweisen, die man einhalten muss, um die Erfolgschancen zu maximieren.

In der Pickup Community hat sich ein spezielles Vokabular ausgebildet, dass es Aussenstehenden schwer macht, zu verstehen, von was gerade geredet wird. Das systematische Ansprechen einer Frau wird “sargen” genannt. (Englisch ausgesprochen “sardschen”) Und was ist ein erfolgreicher Sarge? Das hängt von den Absichten des Pickup Artists ab, aber im Allgemeinen handelt es sich um eine Telefonnummer, einen Kuss oder einen One-Night-Stand. Nicht alle Pickup Artist haben ein sexuelles Ziel – vielen geht es nur darum, die elegante Interaktion mit Frauen vollendet zu beherrschen.

Frauen können das Drehbuch nicht umdrehen und beginnen, mit der selben Taktik Gespräche mit Männern zu beginnen. Frauen haben beim Dating immer noch eine anderes Rollenverhalten. Der Mann ist der Jäger – und die Frau die Gejagte.

 

Neil Strauss machte die Pickup Community populär

Im Jahr 2005 enthüllte der ehemalige Promi-Interviewer und Biograph Neil Strauss seinen PUA Lehrjahre in seinem Bestseller “The Game: Penetrating the Secret Society of Pickup Artists”. Es wird oft als die Bibel der Pickup-Szene bezeichnet, und wie die Bibel, hat “The Game” etwas von einer persönlichen Heilsgeschichte. Die  Heilsgeschichte von Neil Strauss.

In seiner Vor-Pickup-Artist-Existenz, beschrieb Strauss sich als sozial ungeschickt und für Frauen körperlich unerwünscht. Dann wurde er ein eifriger Schüler von Pickup Meistern und setzte sich zwei Jahre lang ausschliesslich mit PUA Szene auseinander. Unter der Leitung von passionierten Verführungskünstlern auf der ganzen Welt und mit  seiner fortwährenden Praxis, Frauen anzumachen und dadurch sein Selbstbewusstsein aufzubauen, verwandelte sich Strauss in einen echten Frauenheld, der mit seinen gelernten Verführungsmanövern Dutzende von Frauen für sich gewann. Um seine Umwandlung komplett zu machen, legte Strauss sich den PUA-Spitznamen “Style” zu.

 

Die Geburt des Pickup Artist: Die Geschichte der Verführungscommunity

Der zweite Protagonist in “The Game” ist Erik von Markovik, besser bekannt durch seinen Pickup Artist alter ego Mystery. Der kanadische Magier diente als Strauss-Guru und führte ihn in die oben erwähnte Verführungscommunity ein. Mystery selber verbrachte sieben Jahre lang damit, seine Flirt-Fähigkeiten zu entwickeln, um langsam herauszufinden, was funktionierte und was nicht. All das hat er zu einer Halb-Wissenschaft gemacht  die er die Mystery Method nannte und in einem Buch veröffentlichte. Aufgrund seiner herausragenden Rolle in “The Game”, zusammen mit einer zweijährigen PUA-Reality-Show auf dem amerikanischen Sender VH1, ist Mystery eines der bekanntesten Mitglieder der Verführungskultur. Aber er war nicht der erste Mann, der sich einen Namen machte, indem er den Männern beibrachte, wie man mit Frauen redete.

 

Der Ur-Vater des Pickup: Ross Jeffries

Der ehemalige Comedy-Schriftsteller Ross Jeffries gilt als Pate der modernen Verführungsgemeinschaft. Ross Jeffries pflanzte den Samen für Taktiken, wie sie in “The Game” beschreiben wurden, mit seinem Guide, der 1988 erschienen ist. Sein Buch “Wie du die Frauen bekommst, die du dir im Bett wünschst”, konzentriert sich auf ein Konzept namens Speed Seduction, eine Art von verbalen Hypnotismus, der angeblich die Attraktivität eines Mannes verstärkt. Lerne Techniken, wie die Spiegelung der Atemmuster einer Frau, Vertiefung der Stimme und die Verwendung einer Vielzahl von erprobten Pickup Sprüchen, und du wirst Erfolg haben. Jeffries  ermutigt im Wesentlichen Männer dazu, Selbstvertrauen zu üben, indem sie sich oft genug der Situation aussetzen, dass eine Frau ihr Angebot ablehnt.

Das Wort “to sarge” für das “Frauen ansprechen” hat ebenfalls seinen Ursprung bei Ross Jeffries – allerdings ohne sein Zutun. Er hatte eine Katze mit Namen Sarge. Und seine Schüler in den ersten Kursen benutzten aus Spass ihren Namen, wenn sie auf Tour gingen. “Komm wir gehen sargen.” Dieser Begriff hat sich dann in der ganzen Community verbreitet.

 

Letztes Update: 17. Juni 2017