Ich hasse Glastüren in Hotelzimmern

Ich hasse Glastüren in Hotelzimmern

Es gibt einen Unsinn in den modernen Hotels:

Glastüren an der Toilette, Glastüren an Nasszelle, Glastüren an der Dusche.

Man versucht es abzuschwächen, indem man es teilweise aus Milchglas macht. Ich frage mich, ob dieser Trend zum „offenen Bad“ im Hotelzimmer weiter um sich greift und ob je ein Hotelbetreiber mal mit seiner eigenen Frau in so einem bescheuerten Hotelzimmer übernachtet hat?

schlimm, katastrophal, Horror. 

 

Offener Brief an Hotel Manager und Hotel-Betreiber

 

Hallo Big-Box Team

Ich möchte, dass Sie dieses Email an die Hotel-Direktion weiterleiten.

 

Wir waren am 11./12. Juli 2019 in Ihrem Hotel.

Sie haben in Ihrem Hotel dieses neumodische Konzept der offenen Nasszelle, und Glastüren an Toilette und Dusche.  Ich habe den Spalt ausgemessen, der an der Toilettentür zwischen der Wand und der Glastür-Scheibe ist. Es waren ungefähr 1,3 cm. Dieser Spalt ist durchgängig von ganz oben bis nach unten zum Boden.  Der Spalt der von der unteren Toilettentür bis zum Beginn der Glasscheibe ist, misst ca 1 cm. Auch zur Decke besteht ein Spalt.

 

Ich habe dieses Doppelzimmer, wie es für ein Doppelzimmer sich ja auch geziemt, mit meiner Freundin belegt. Ich muss durchschnittlich 2 Mal pro Nacht auf die Toilette. Es ist ein Horror für mich zu wissen, das meine Toilettengeräusche bei der intimsten Verrichtung im ganzen Hotelzimmer zu hören sind. Das ist jetzt nur das Phänomen des Wasserlassens. Es gibt Hotelgäste, die haben auch noch weitergehende enddarmbedingte Bedürfnisse, wenn sie auf der Toilette sind. Besonders am Morgen. Das macht naturgegeben Geräusche, von denen man nicht zwingend möchte, dass es die Umgebung hört. Meine Freundin sagte mir, dass das selbst noch zu hören ist, wenn Sie den Fernseher anmacht.

 

Ist Ihnen bewusst, dass Sie mit ihrem Konzept der offenen Glastüren  Ihre Hotelgäste zwingen, irgendeine Geräuschkulisse, Radio oder Fernsehen anzumachen, damit sie einigermaßen ungestört ihre  Intimen Verrichtungen erledigen können?

 

Sie werben mit  „Wohlfühloase“. Ich pfeife auf ihre „Wohlfühl-Spa“ ich pfeife auf ihre „Wohlfühl-Restaurant“,  wenn ich Angst haben muss, in meinen teuer bezahlten 4 Wänden auf die Toilette zu gehen  zu müssen.

 

Ihr bescheuertes Glastür Konzept erzeugt nicht nur Problem wegen den Klo-Geräuschen, sondern auch wegen dem Licht.  Derjenige, der Nachts auf die Toilette gehen muss, der macht notgedrungen innerhalb der Toilette das Licht an. Dadurch wird der ganze Raum erhellt  (Glastüre sei Dank)  und derjenige, der noch schlafen will, wird notgedrungen nicht nur durch die Geräusche sondern auch durch das Licht geweckt.  Ich bin in Mitteleuropa aufgewachsen und wasche mir nach dem Toilettengang die Hände. Dadurch, dass es keine Abtrennung mehr zwischen der Nasszelle und dem Raum gibt, wird ein zusätzliches Wasserhahn-Geräusch erzeugt, dass es unmöglich macht, dass der andere in Ruhe weiterschlafen kann. Das Wasser-Geplätscher und das Händereiben unter Wasser weckt den anderen garantiert auf.

 

Meine Freundin steht immer eineinhalb Stunden früher auf als ich, weil sie sich fertig machen will, Schminken und so weiter.  Frauen brauchen dazu immer etwas länger. Das muss sie, dank ihrem offenem Nasszellen-konzept, so konzentriert leise und vorsichtig machen, als ob sie bei einem Einbruch-Diebstahl wäre. Es raubt ihr vollends den Nerv und sie hasst es. 

 

Wenn Sie glauben, dass wir übertreiben würden, täuschen sie sich. Meine Freundin bekommt fast regelmäßig bei diesen Glastür-Hotelzimmern eine Blasenentzündung. So auch bei Ihnen. Sie fuhr sogar mit dem Lift ins Erdgeschoss, nur um dort ungestört auf die Toilette gehen zu können. Das ist jetzt kein Witz.

 

Als wir das Hotelzimmer gekommen sind und sie hat die Glastüre entdeckt, ist sie wirklich ins Weinen ausgebrochen. Ihr Glastür-Zimmer macht den Aufenthalt in Ihrem Hotel zu einem indoor Camping, das sie aber für teures Geld ihren Gästen anbieten. Ich habe eine Doku über deutsche Gefängniszellen gesehen, dort sieht es bezüglich Intimsphäre nicht anders aus als in Ihrem Hotel. Dort gab es oft nur einen Vorhang, den man vor die Kloschüssel ziehen kann. Auch dort muss man die Zelle mit einem anderen teilen und Geräusch-mäßig und visuell muss man dort ungefähr dasselbe Gefühl haben, wie bei ihrem Hotelzimmer.

 

Wenn ich oder meine Freundin sich duschen will, dann will ich nicht, dass das jemand durch eine Milchglasscheibe sehen kann. Denn es ist ein Phänomen, dass man bei der Milchglasscheibe trotzdem die Umrisse sieht. Noch viel schlimmer, wenn es Abend ist und nur die Dusche ist beleuchtet, dann sieht man fast alles. Milchglas schützt davor nicht! ich will nicht, dass man mich bei meiner intimen Wäsche beobachten kann. Das will ich nicht!!! Auch nicht durch ein Milchglas.

 

Jetzt bin ich mit meiner Freundin seit Jahren vertraut, und trotzdem hasse ich dieses Konzept, wo man mir von einem beliebigen Hotel vorschreiben will, wie „offen“ ich gefälligst bezüglich Duschen und Toilettengang mit meiner Partnerin zu leben habe.

 

Am selben Tag, wo ich bei ihnen übernachtet habe, war eine Großveranstaltung von der Firma „Konzept-I“. Ich habe gemerkt, das etliche Firmen-Kolleginnen dieser Firma zusammen ein Zimmer teilten. Ich traue mir gar nicht vorzustellen, wie es ist wenn man mit einem nicht so vertrauten oder gar fremden Menschen ein Zimmer teilen muss…

Das ist doch eine normale Geschichte für ein Doppelzimmer, dass  es auch andere Konstellationen gibt, wo zwei Leute ein Zimmer teilen, die sich aber gar nicht näher kennen? Mit ihrem Konzept der Glastüren zwingen Sie Ihre Gäste systematisch in äußerst unangenehme peinliche Situationen.

 

Mich interessiert ehrlich gesagt nicht, ob dieses gewollt moderne Glastür-Konzept jetzt gerade „in“ ist,  oder dass sich die neue „puristische Nüchternheit“ gut auf den Internet-Fotos macht oder dass da gar einige Architekten vielleicht irgendwelche  Design-Preise gewonnen haben.  (Das ist so, als ob man einen Design-Preis für einen vier-eckigen Löffel verleiht)
Ich gehe in kein Hotel, wegen dem Selbstbeweihräucherungsbedürfnis einiger Architekten, sondern weil ich mich für die Aufenthaltsdauer aufgehoben und wohlfühlen will.

 

Umfrage unter den Hotel-Gästen

 

Ich weiß, dass Gastro und Hotelbetriebe meist nur auf Reklamationen reagieren. Das Prinzip heisst: Es hat sich bisher noch niemand beschwert, also lieben es unsere Gäste. Jeder, der sich nicht beschwert, wird als Fan einer Lösung gewertet.

Daher mache ich Ihnen einen Vorschlag. Wenn sie wirklich wissen wollen, wie ihre offenen Waschräume und Glastüren ankommen: Geben sie doch jedem Pärchen und jeder gleichgeschlechtlichen Zweiergruppe, das ein Doppelzimmer teilen will beim Einchecken einen Umfragebogen. Dort lassen sie ankreuzen:

 

Wir bringen Sie in einem Zimmer unter, in der die Toilette und Dusche vom Rest des Raumes durch eine Milchglastüre mit Spalten an Boden, Spalten an Seiten und Spalten an Decken getrennt ist. Es gibt kein fließendes Wasser in der Toilettenbox.

Welches Zimmer würden Sie bevorzugen:

a) Ein Zimmer mit beschriebener Glastüre an Toilette und Dusche

b) Ein Zimmer, wo Toilette und Dusche Sicht- und Geräuschdicht abgeschlossen sind

c) ist uns egal

 

Und dann wissen Sie, was ihre Doppelzimmer-Gäste WIRKLICH denken. Und nicht, was sie notgedrungen ertragen.

 

Stichworte zu Hotel Glastüren

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